Checklistenbasierte Barrierefreiheitserklärung für digitale Kursinhalte - LMS (Lernmanagementsystem) Checkliste
Auf einen Blick
Gründe für Entwicklung der Maßnahme
Welcher Bedarf wurden durch die Maßnahme gedeckt?
Verbesserung der Barrierefreiheit und Sensibilisierung
Entstehung und konkrete Aktivitäten
Im Rahmen eines Projekts an der Fakultät Informatik, Professur Mensch- Computer-Interaktion (MCI) wurde ein Konzept und Prototyp für eine webbasierte Lösung entwickelt, mit der Lehrende eine kursweite Barrierefreiheitserklärung (BFE) für ihre digitalen Kursinhalte erstellen können. Diese basiert auf einer Selbstauskunft, in der Lehrende angeben, welche Kriterien der Barrierefreien-Informationstechnik-Verordnung (BITV) in ihrem Kurs erfüllt wurden. Das Tool richtet sich speziell an Lehrende, die Kurse über die Lernplattform OPAL anbieten und koordinieren, und unterstützt sie bei der barrierefreien Gestaltung ihrer Inhalte. Erstellung einer Barrierefreiheitserklärung: Die Lehrenden füllen eine Checkliste aus, um die Einhaltung relevanter BITV-Kriterien zu dokumentieren. Auf dieser Basis wird eine barrierefreie HTML-Datei generiert, die als BFE dient und in OPAL eingebettet werden kann. Neben der Checkliste erhalten die Lehrenden ein umfangreiches Handbuch mit praktischen Umsetzungshinweisen zu einzelnen Barrierefreiheitskriterien. Dieses sensibilisiert für Barrierefreiheit und gibt konkrete Hilfestellungen zur Optimierung von Kursmaterialien. Dieses Konzept bietet Lehrenden ein praxisnahes Werkzeug, das nicht nur den barrierefreien Zugang zu digitalen Kursinhalten verbessert, sondern auch die langfristige Einhaltung von Barrierefreiheitsstandards in der Lehre fördert.
Informationen darüber, wie die Maßnahme angenommen wird
Die Webseite des Generators ist öffentlich zugänglich und ermöglicht eine langfristige Nutzung. Perspektivisch soll die Lösung weiterentwickelt werden, z. B. durch die Integration von Ergebnissen aus Beta-Tests oder die Unterstützung zusätzlicher Dateiformate. Zudem ist geplant, den Quellcode als Open Source bereitzustellen, um eine kollaborative Weiterentwicklung durch Forschende und Unternehmen zu fördern. Damit wird die allgemeine Sensibilisierung für Barrierefreiheit gesteigert und die Qualität digitaler Bildungsangebote nachhaltig verbessert.