Mahnmal zur sogenannten Kindereuthanasie an der Universität Leipzig
Auf einen Blick
Gründe für Entwicklung der Maßnahme
Welcher Bedarf wurden durch die Maßnahme gedeckt?
Das Mahnmal erinnert an die Verbrechen, die während des Nationalsozialismus im Rahmen der sogenannten „Euthanasie“ an Kindern an der Universität Leipzig begangen wurden. Es ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit historischem Unrecht, der Verantwortung von Wissenschaft und Medizin sowie dem gesellschaftlichen Umgang mit Behinderung.
Entstehung und konkrete Aktivitäten
Der Errichtung ging ein langer Aufarbeitungsprozess von über 20 Jahren voraus, in dem das historische Unrecht, die Verantwortung von Wissenschaft und Medizin sowie der Umgang mit den betroffenen Kindern und ihren Familien schrittweise aufgearbeitet wurden. Mit dem Mahnmal entsteht nun ein zentraler Gedenkort, der ein angemessenes Erinnern an die Opfer ermöglicht. Zugleich schafft er einen Ort der kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte der Universität, mit medizinischer Verantwortung und mit gesellschaftlichen Vorstellungen von Behinderung.